dropbox: online Speicher für (Ubuntu) Linux
dropbox ist eine online Speicherlösung, die sich aber deutlich von anderen Diensten unterscheidet (FolderShare, LiveMesh, 1&1/GMX MediaCenter/SmartDrive, ADrive, wua.la, …). Die Funktionsweise von dropbox ist für viele immer noch so neu, dass in den Foren immer wieder die Vergleiche zu bisherigen Lösungen oder Lösungen mit mehr Speicher gezogen werden. Das ist aber falsch. dropbox kann nämlich:
- mehrere Computer mit verschiedenen Betriebssystemen (Lin,Mac,Win) synchron halten, wobei diese nicht gleichzeitig eingeschaltet sein müssen.
- ein Backup von Dateien anlegen sofort, wenn diese lokal gespeichert wird.
- ältere Versionen von Dateien wieder herstellen (es werden nur die Veränderungen der Dateien ins Backup verschoben (inkrementell). So kann man online bequem durch die Veränderungsgeschichte der Datei browsen, und beliebige Zeitpunkte wieder herstellen.)
- Ordner gemeinsam nutzen: Klaus legt was in den Ordner, und schon ist es bei Claudia auf dem Rechner
- per Klick auf die lokale Datei einen öffentlichen Link erzeugen, den man per Email oder IM veschicken kann.
- per Klick auf einen lokalen Ordner mit Fotos einen öffentlichen Link zum Album erzeugen.
- man kann sogar statische Webseiten hosten

Viel besser als jeder Text beschreibt jedoch dieses Video einige der Features der dropbox:
[Hochauflösende Version diese Videos]
Volle Integration in Ubuntu (Gnome)
Die dropbox integriert sich perfekt in den Gnome-Desktop von Ubuntu. Man sollte zur Installation lieber das Repository der dropbox einbinden als das *.deb manuell herunter zu laden (ausführliche Anleitung). Hier grob die Schritte:
- Repository einbinden
- Paket nautilus-dropbox mit Synaptic installieren
- Abmelden und wieder Anmelden, um Nautilus neu zu initalisieren
- Einladung für dropbox besorgen, um 250 MB extra zu bekommen (siehe unten)
- auf der Website von dropbox registrieren
- drobbox zum ersten Mal starten (Anwendungen → Internet → dropbox). Hier dann angeben, dass man schon ein Konto hat. Klar.
- und jetzt geht alles seinen Gang. dropbox legt erstmal ein paar Testdateien an. Die Ordner “Public” und “Photos” sind vorgegeben. In Photos kann man die Gallery-Links erzeugen. In Public kann man die Links zu Dateien erzeugen.
- dropbox sitzt von nun an als Symbol im Tray und überwacht den eingestellten Ordner.

Voreinstellt ist:/home/<user>/Dropbox/
Über die preferences lässt sich dieser aber genauso wie die Bandbreite für Up- und Downloads manuell festlegen.
Mit Einladung 250 MB extra bekommen
Wer eine Einladung zur dropbox bekommt, startet mit 2,25 GB, bekommt also 250 MB Bonus.

(sollte mit der Einladung etwas nicht klappen, bitte einen Kommentar posten)
Ubuntu One
Es gibt nun auch einen online Speicher eigens für Ubuntu-Nutzer: Ubuntu One. Allerdings ist dieser im Gegensatz zu dropbox erst ab Ubuntu 9.04 nutzbar. dropbox denkt auch an die Hardy-user. Außerdem sind die kostenpflichtigen Tarife von Ubuntu One momentan noch teurer als bei dropbox. Allerdings gehen die geplanten Funktionen von Ubuntu-One über dropbox hinaus, und eine KDE-Integration wird es auch geben.
Ist der dropbox-client open-source?
Jein! Zwar ist die Nautilus-Integration (nautilus-dropbox) open source unter GPL, aber sie läd den closed source Daemon ‘dropboxd’ nach. Jedenfalls sind die Spezifikationen für den dropboxd einsehbar und ein GPLed Plugin für Dolphin könnte entwickelt werden. Die dropboxer selbst haben dafür aber keine Zeit.