2 Fritz!Boxen per LAN-Kabel verbinden - Reichweite erhöhen

Häufige Situation: 2 oder mehr Parteien wollen sich einen Internetzugang teilen. Bei den heutigen DSL-Flatrates mit teilweise bis zu 16 MBit/s Durchsatz ist es bei legaler Nutzung des Zugangs eigentlich völlig überflüssig, dass jede Mietpartei / WG einen eigenen Zugang betreibt. Teilen und Sparen. Außerdem können beim Zusammenschalten der Netze gemeinsame Ressourcen wie Drucker und Video-Server günstig unterhalten werden. Um 2 Netzwerke miteinander zu verbinden gibt es mehrer Möglichkeiten, z.B. könnte einer der Router als Repeater betrieben werden. Dazu muss aber die Signalqualität zwischen beiden Routern ziemlich gut sein. Im einfachsten Fall hängen alle Clients natürlich an einem Router.

Kabel statt Repeater Betrieb

In meinem Fall stehen beide Router, Fritz!Boxen (fbox) von AVM, so weit von einander entfernt, dass beide über ein Kabel verbunden werden. Damit ist sowohl in der Wohnung mit dem eigentlichen DSL Anschluss als auch in der entfernten Wohnung Internet per WLAN (oder Kabel) verfügbar. Die Versorgung der entfernten Wohnung per Kabel hat den entscheidenden Vorteil einer excellenten Signalqualität und hohen Datendurchsatz. Mit einem CAT-6-Kabel werden zukünftig bis zu 10 GBit/s durch die Kupferadern pressbar sein. So sollte die Konfiguration in etwa aussehen:

DSL <-> fbox1 <-> LAN <-> fbox2 <-> WLAN <-> Notebook

Damit das ganze funktioniert hier mein Vorschlag. Zur Vorbereitung:

  • Neue Firmware für beide (nicht, dass das fürs Projekt notwendig ist, aber naja…).
  • mit Network Stumbler checken welche Funkkanäle belegt sind. Falls es in der Nachbarschaft nix gibt, sollte es nur fbox1 geben. Davon gehe ich nachfolgend aus. Wir befinden uns auf dem Lande. Ansonsten dann später 3 Kanäle Abstand zu den belegten Kanälen halten. Kanal 13 ist tabu!!!

Verbindung der beiden WLANs:

  1. IP der fbox2 auf 192.168.178.2 stellen. Erweiterte Einstellung. Damit muss sie ab jetzt über 192.168.178.2 aufgerufen werden.
  2. fbox2 von Kanal6 auf Kanal 1 stellen.
  3. DHCP-Server in fbox2 abschalten (sonst haben wir nachher 2 im Netz).
  4. DSL-Modem in fbox2 abschalten (oder soll die arme Tag und Nach nach einem DSL-Trägersignal suchen?).
    So sollten die Einstellungen in der 2. Fritz!Box (fbox2) aussehen:

    Einstellung_fbox2 (zum Vergrößern klicken, wie immer)

  5. fbox1 mit Zugangsdaten füttern und checken, ob Internet geht.
  6. Zwischenbilanz checken:
    • fbox1 hat die IP 192.168.178.1.
    • fbox1 ist auf Funkkanal 6 (oder halt weit genug von den belegten Kanälen entfernt).
    • fbox1 und fbox2 sollten unterschiedliche WLAN-Namen haben: z.B. Max und Moritz. SSIDs sichtbar! Ansonsten kommen die Clients nachher evlt durcheinander.
  7. fbox2 in der entfernten Wohnung aufstellen. Beide Fritz!Boxen per LAN-Kabel verbinden. Zum Testen kann man anstelle der fbox2 erstmal ein Notebook ranhängen und gucken, ob Internet bzw. 192.168.178.1 geht.

Verbindet man sich jetzt mit der fbox2, fungiert diese einfach als Bridge (Brücke) und setzt das WLAN-Signal auf das LAN-Kabel um. Über die LAN-Verbindung zur fbox1, erhält der Client (z.B. Notebook) an der fbox2 dann per DHCP seine TCP/IP-Konfiguration. Den gleichen Weg geht ab jetzt der Netzwerkverkehr. Wichtig ist, sich zu merken, dass die fbox2 nicht mehr über fritz.box aufrufbar ist, da dies vom DHCP der fbox1 nach 192.168.178.1 aufgelöst wird. Die Konfigurationsoberfläche der fbox2 erreicht man nur noch durch direkte Eingabe der IP 192.168.178.2. Firmware-Updates in der fbox2 können weiterhin gemacht werden. Entweder man läd das neue Firmware-Image zuerst von AVM herunter und läd es dann in die fbox2, oder man teilt der fbox2 die Werte für DNS und Gateway manuell mit: 192.168.178.1.

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