Google schützt Firefox vor Phishing-Seiten
Eine der unangenehmen Bedrohungen aus dem Internet ist Phishing (→ Fischige Seiten). In einigen Fällen sind die getürkten Webseiten von Banken & Co. so gut nach empfunden, dass man glatt drauf reinfallen könnte. Andere wiederum sind so doof, dass man lieber im Bastelraum qualvoll sterben würde als eine Bankdaten auf der Phishing-Seite einzugeben. Das Problem sind richtig gut imitierten Webseiten.
Firefox warnt vor Phishing-Seiten
Firefox warnt den Nutzer standardmäßig vor Phishing-Seiten, also vor derart betrügerischen Angeboten. Dazu bekommt Firefox mit jedem Update ein Liste mit den betrügerischen Webseiten übermittelt und speichert diese in einer lokalen Liste. Dieser Schutz ist per Standard aktiviert. Zu finden ist die Einstellung unter “Extras” → “Einstellungen” → “Sicherheit”:
Quellen für diese Liste ist unter anderem der PhishTank. Firefox bezeichnet Phishing als Betrugsversuch:
Sicherheitsrisiko: Wer selbst die Option mit der lokalen Liste deaktiviert geht ein Sicherheitsrisiko ein, dessen er sich bewusst sein muss. Vor Google muss man sich mit dieser Einstellung nicht fürchten, sonst hieße ja nicht lokale Liste.
Google hilft Firefox beim Warnen
Betrügerische Webseiten schießen allerdings täglich zu tausenden aus dem Boden. Wer schützt den Surfer vor diesen neue aufkommenden Seiten? Es gibt die Möglichkeit jede besuchte Webseite mit einer aktuellen Blacklist von Phishing-Seiten von Google abzugleichen. So ist der Schutz immer auf dem aktuellsten Stand. Dazu wählt man aus, dass nicht mehr die lokale, evtl. veraltete, Liste vor Betrugsversuchen warnen soll, sondern, dass Goolge dazu befragt werden soll:
Datenschutzproblematik
Die Sache aber einen Haken: Bei dieser Option weiß Google natürlich, welche Webseiten man besucht, da ja jede Seite mit Google gegengeprüft wird. Als Browser auf der guten Seite der Macht, weißt der Fuchs aber ausdrücklich auf diese Problematik hin:
Für unbedarfte Surfer, wie z.B. Internetneulinge, ist diese Einstellung dennoch zu empfehlen. Man kann es ja jederzeit rückgängig machen.
Gerüchteküche um Firefox und Goolge
Ich bin den vergangenen Monaten mit Aussagen konfrontiert worden, wie z.B.
“Google besitzt Firefox bzw. hat Mozilla gekauft”
Nach einiger Recherche fand ich tatsächlich eine Mitteilung der Mozilla Foundation, die mir dies bestätigen sollte: “Google Buys Mozilla Foundation“. Aber, wie es halt mit Mitteilung am 1. April jeden Jahres so ist, ist diese Mitteilung ein Aprilscherz. Grund für dieses Gerücht könnte darüber hinaus der gesteigerte Geldfluss von Goolge zur Mozilla Foundation sein. Hierzu kann ich nur sagen: Wer bestellt, muss auch zahlen. Goolge bezahlt hier für Dienstleistungen, die durch Firefox erbracht werden: Das Weiterleiten von Suchanfragen aus dem oberen linken Suchfenster in Firefox an Google. Wer das nicht will, kann ja mit Yahoo! suchen. Dann kommt das nächste Jahre mehr Geld von Yahoo! zu Mozilla.



