Archive for December, 2007

Erfolgsgeschichte der SMS

Monday, December 10th, 2007

Die SMS feiert 15jährigen Geburtstag. Aber so allgegenwärtig wie heute war die SMS noch nicht einmal vor 10 Jahren. 1998 hatte noch kaum jemand der mir bekannte Leute ein Handy. Zu und von Handys waren Telefonate sehr teuer. Handytarife liefen zum großen Teil über Provider wie “Hutchison Telecom”, die jetzt in Deutschland “Telco” (meiner Erkenntnis nach) heißen dürfte.Die meisten Textnachrichten gingen zu der Zeit an Pager wie SCALL, QUIX und TelMi. Aber zurück zur SMS. Die meisten Handys konnten damals zwar SMS empfangen, jedoch nicht senden. Gesendet hab ich SMS deshalb damals entweder über www.funkruf.detemobil.de (DeTe = Deutsche Telekom) oder über die Software PageMobil von D1. Der SMS-Dienst von D1 hieß damals “D1 Alpha Service”. PageMobil wurde laut seiner Homepage das letzte mal 1999 geupdatet. Immerhin hat PageMobil damals unter Windows 9x den CAPI 2.0 meiner Fritz!Card Classic, die in einem ISA Slot steckte, unterstützt. Die Fritz!Card musste damals mittels Jumper konfiguriert werden, wie es im Handbuch noch schön nachzulesen ist. 1998 waren ISDN-Nutzer schon die besser gestellten. Modems quälten sich mit 33.6kBit/s herum. Mit Internetprovidern sah es noch mau aus. Meine erste Interneteinwahl erfolgte 1997 zum Ortstarif der Deutschen Telekom über das lokale Bürgernetz. Internet-by-Call war noch in weiter Ferne. Die damalige Situation wird ganz gut von dieser Internetseite wiedergespiegelt. Aber es ging ja um die SMS. Um diese kostengünstig zu verschicken hat man am besten mehrer Mitteilungen in PageMobil erstellt und diese gebunkert bis man sie alle auf einen Schwung an D1 übermittelt hat. PageMobil hat sich dazu über die Telefonleitung in den SMS-Server von D1 eingewählt. Vorzugsweise hat man der Telefonnummer eine Call-by-Call Vorwahl mit sekundengenauer Abrechnung voran gestellt. PageMobil konnte sogar sofort überprüfen, ob die SMS schon auf dem Handy angekommen waren bzw. noch nicht ans Handy ausgelieferte SMS wieder aus der Kurzmittelungszentrale löschen.
Ich kann mich noch an eine Radiomeldung im Herbst 1999 erinnern als die sensationelle Marke der ein millionsten SMS für das aktuelle Jahr durchbrochen wurde. Heute sind wir bei über 20 Milliarden - Tendenz immer noch steigend.
Damit war im Jahr 1999 der Siegeszug und die wirkliche Erfolgsgeschichte von SMS, Handy und Internet eingeläutet. Pager, Mailboxen, usw. starben über die folgenden Jahre aus. Einige Relikte blieben uns noch über Jahre erhalten, wie z.B. der Internet Explorer 6.

Bei teltarif gibt’s weitere Rückblicke auf die letzten 10 Jahre.

Bundesregierung hat mehr Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Thursday, December 6th, 2007

Wurde mir gestern ganz anders als sich die Koalition mal wieder in irgendwelchen Definitionen verstrickt hat, bei denen es selbst dem technisch unbedarftesten Bürger auffällt, dass da wieder getrickst wird. In diesem Fall ging es speziell um die Anwendbarkeit des Briefgeheimnisses und Telekommunikationsgesetzes: Nur versandte Daten genießen Grundgesetzschutz. Bei diesen Verfassungsslalom bleibt nur die Frage, wann der Vorgang beginnt und, wann er endet. Wenn man auf “Senden” klickt? Wenn die email meinen Rechner verlassen und beim SMTP eingegangen ist? Oder erst dann, wenn sie im Postfach des Empfängers liegt? Wobei man sich dann wieder fragen könnte, ob er die email per POP3 oder IMAP abholt. Ist dann die email erst vom Briefgeheimnis betroffen, wenn sie auf dem Rechner ins lokale Postfach herunter geladen wurde?

Aber beiseite aller Beschneidung der bürgerlichen Grundrechte, weiß sich eine Institution gewiss auf die noch verbliebenen Schutzrechte für die Privatsphäre zu berufen - die Bundesregierung selbst. Denn über mehr oder weniger, sagen wir mal, “nicht transparent” vergebener Werbeaufträge will sich die Regierung nicht äußern. Sie sucht Schutz für ihre “Propaganda-Aufträge” hinter dem … Ta-Ta, ja genau, … ‘Recht auf informationelle Selbstbestimmung‘. Würde man hier die Definition dieses Rechtes nach Juristin und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries anwenden, würde Frau von der Leyen erst hinterher erfahren, dass Details über ihre geheimen Werbeaufträge von Journalisten ausgewertet und in den Medien verbreitet wurden - sich dagegen sträuben könnte sie sich aber nicht.

“… das Recht auf informationelle Selbstbestimmung heißt ja nur, dass Bürger darüber informiert werden müssen, wer was von ihnen speichert.”
Brigitte Zypries im DLF am 09.11.2007

Aber gut, das ist die Bundesregierung, wir sind das Volk.

Technobubble ,

Datenschutz ist aktiviert

Thursday, December 6th, 2007

Wenn das mal in der heutigen Zeit überall so einfach wäre wie bei Intel’s Matrix Storage Console. Die zeigt nämlich bei einem einwandfrei laufenden RAID an, dass der Datenschutz aktiviert ist; gemeint ist hier eigentlich die Datensicherheit.

Datenschutz

Technobubble , ,