Musik im Griff
Mit dem kostenlosen Programm musikCube gibt es endlich eine komfortable Musikdatenbank / Player Kombination für Windows. In den guten alten Zeiten konnte man sich seine durch seine 10 Alben auch im Explorer klicken, und die gewünschten Dateien in die Winamp Playlist werfen. Aber wie findet man schnell einen Song, der in den tiefesten Verzeichnisbäumen abgetaucht ist? Ein datenbankbasiertes Programm hilft hier.
musikCube liest anfangs die Informationen aller Musikdateien in dem ihm zugewiesenen Verzeichnissen ein. Wohl dem, der fleissig seine ID3-tags geschrieben hat. Danach werden nur noch neue Dateien hinzugefügt, oder gelöschte aus der Datenbank entfernt.
Die Datenbank macht es möglich, Musikstücke, Alben und Interpreten im Bruchteil von Sekunden zu finden. Schon während man tippt werden die Ergebnisse verfeinert. Ansonsten steht ein Sortierung nach Artist, Album und Titel zur Verfügung. Im Hintergrund erstellt musikCube Statistiken über das Abspielen der Stücke, z.B. die 50 neuesten Stücke, die Top 50, usw.
Minimiert versteckt sich der Player als Symbol im systray (der Bereich neben der Uhr). Aber auch im maximierten Zustand hat musikCube eine Überraschung parat: Wird das Fenstern inaktiv, erscheint der Player transparent, also wie eine Geistersilhoutte auf dem Desktop; sehr schön. Die Werte für die Transparenz können festgelegt werden, und benötigen Windows XP.
Die Tags der mp3 Dateien können selbstverständlich direkt im Programm bearbeitet werden. Mit dem integrierten CD Ripper lassen sich Oggs, mp3s, … erstellen, und werden gleich richtig getagged. Leider lässt der Ripper die Kodierungseinstellungen nicht feintunen.
Über eine vielzahl von Plugins lässt sich musikCube ausbauen. Hier die (für mich) interessantesten:
- toasterCube: Mit diesem Plugin wird der aktuelle Liedtitel kurz in einem schicken Feld über der Uhr, also rechts unten auf dem Desktop, angezeigt. (ähnlich amaroK)
- cubeScrobbler: Übermittelt die aktuell gespielten Stücke an die AudioScrobbler Datenbank von last.fm. last.fm ist ziemlich genial. Durch das ausgeklügelte Datenbank- und Tagsystem findet man schnell “neighbours” mit ähnlichem Musikgeschmack, und findet so neue Musik, die zu einem passt. last.fm verlangt aus Benutzernamen und Passwort keine weiteren Daten! Nicht einmal eine email Adresse.
- musikMSN: Zeigt das aktuelle Stück im MSN Messenger an. Dazu muss zusätzlich im MSN Messenger in den Optionen unter “Allgemein” ein Haken bei “Die Songinformationen von Windows Mediaplayer als…” sein.
- Weitere Musikformate: Es kann durchaus sinnvoll sein sich die Unterstützung weiterer Formate (WMA, AAC, MusePack, usw) zu installieren(→Plugins), wenn diese Formate in der Sammlung vorhanden sind.