Bitsturzflut
Auf die Aufforderung “Zieh’s Dir doch einfach mit Bittorrent!” bekomme ich meist verwundert ein “Mit Bit-was?” zurück. Kurz zusammengefaßt stellt Bittorrent ein P2P-Netzwerk zwischen den herunterladenden Parteien her an dessen Kopf ein Tracker steht. (Es gibt auch schon eine Version des trackerlosen Bittorrent.) Zu einem Schwarm gehören immer Leecher und Seeder, also Downloader und Uploader. Jeder der nimmt, gibt auch. Durch die ausgeklügelte Arbeitsweise von Bittorrent ist es möglich große Dateien über das Internet zu verteilen ohne dabei den eigenen Server übermäßig zu belasten. Je mehr Parteien sich eine Datei herunter laden, desto mehr Seeds entstehen. Beste Downloadgeschwindigkeiten dürften also z.B. für neue Linux Distributionen zu erwarten sein. Die ausführliche Funktionsweise von Bittorrent läßt sich bei Wikipedia nachlesen (→Bittorrent).
Um gleich loszulegen braucht man einen Client. Empfehlenswert ist Azureus, der ein aktuelles Java benötigt. Nach der Installation öffnet man die *.torrent-Datei einfach mit dem Client. Schon geht’s los. Um sich nicht selbst das Wasser abzugraben sollte man die Uploadgeschwindigkeit auf etwa 75-90% der dazu verfügbaren Bandbreite drosseln. Azureus kann UPnP fähigen Routern mitteilen die entsprechenden Ports zu öffnen. Ein weiterer Vorteil von Bittorrent ist die integrierte Überprüfung der MD5-Prüfsummen, anhand derer überprüft wird, ob die Datei korrekt angekommen ist. Fehlerhafte Dateistücke werden verworfen und neu angefordert. Fairer Weise sollte man Torrents einige Zeit laufen lassen nachdem sie komplett herunter geladen sind.