Opera for free

Der geniale Browser und Vorreiter des tabbed browsing ist ab sofort kostenlos. Bevor sich hier die falsche, denglische Ausprache festsetzt: opera sprich [opra] (→anhören). Vor einigen Wochen hat Opera zum10jährigen Geburtstag kostenlos Lizenzen für den damals noch kostenpflichtigen Browser verschleudert. Ab der aktuellen Version 8.5 ist Opera in sämtlichen Sprachen erhältlich und kostenlos - ohne Werbeeinblendungen (→Opera herunterladen). Selbstverständlich ist Opera auch für eine Vielzahl von Betriebsystem verfügbar. Leider ist die angekündigte Integration von Bittorrent in Opera noch nicht umgesezt, soll aber in Version 9 kommen. Die von Firefox bekannte Möglichkeit das Aussehen des Browser mit Skins zu verändern, kann Opera schon lange (→Opera skins). Um die Möglichkeiten von Opera voll auszuschöpfen, empfielt es sich, das eine oder andere Tutorial “durch zu arbeiten” (→Opera Tutorials, Opera Tips). Umsteiger übernehmen (importieren) einfach ihre Lesezeichen und emails. Wer vorher Firefox oder aus unverständlichen Gründen den Internet Explorer genutzt hat, kann bequem wechseln. Opera bietet gegenüber anderen Browsern folgende Vorteile, die in sparsamen 3,5MB1 untergebracht sind (→Feature Übersicht):

  • Geschwindigkeit. Opera ist beim Seitenaufbau unübertroffen. Das zahlt sich besonders für Nutzer von Breitbandverbindungen aus.
  • Notizen. Opera erlaubt es Texte aus Webseiten oder eigene Texte zu Webseiten als Notizen abzuspeichern. So kann man sich bequem Informationen aus verschiedenen Seiten zusammensuchen (→Demo).
  • Intelligente Adressleiste. Bei einem Klick in die Adressleite, klappt Opera ein zusätzliche Leiste mit den TOP 10 und Lesezeichen aus.
  • Tabbed Browsing. Was Firefox unters Volk brachte, konnte Opera schon lange. Mit tabbed browsing werden neue Internetseiten nicht auf der Taskleiste (Windows, KDE, Gnome,usw.) geöffnet, sondern in Opera. Dies ist besonders bei der Internetrecherche äußerst komfortabel. Ein Klick mit der mittleren Maustaste (Danke, Zorz!), oder Rechtsklick →”In neuem Fenster öffnen” erlaubt es die Sucherergebnissen in neuen Fenstern im Hintergrund zu öffnen, ohne die Seite mit der Ergebnissen zu verlieren (→Demo).
  • Integrierte Suche. Ebenfalls von von den Mozilla-Geschwistern bekannt, muß man dank der integrierten Suche nicht erst eine Suchmaschine aufrufen, sondern kann von jeder beliebigen Seite aus seine Anfrage starten. Dies funktioniert natürlich auch mit markierten Textpassagen (→Demo).
  • Email Client. Opera bietet ein integrierstes Emailprogramm. Der als M2 bezeichnete Client bietet viele innovative Möglichkeiten seiner Post Herr zu werden (→Opera Mail einrichten).
  • Passwort- und Formularmanager. Mit Wand (engl.: Zauberstab) lassen sich Passwörter und Formulardaten (Name, Adresse, usw.) bequem einfügen und “merken”.
  • RSS Reader. Bietet eine Webseite, wie z.B. diese, einen RSS-Feed an, erscheint ein entsprechendes Symbol in der Adressleiste. Mit einem Klick wird der RSS-Feed abonniert. RSS-Feeds sind besonders bei Nachrichtenseiten interessant. RSS-Feeds zeigen die aktuellen Artikel und evlt. eine Kurzzusammenfassung dazu an. So muß man sich nicht jedesmal durch zehn verschiedene Seiten quälen, um sein Pensum an Tageslektüre zu stillen. Real Simple Syndication macht es möglich. Zwar bietet Firefox auch an RSS-Feeds zu abonnieren, jedoch finde ich die Darstellung über Live Bookmarks umkomfortabel. Alternativ lassen sich die Feeds mit Thunderbird zusammen mit der Tagespost lesen.
  • Paste and Go. Hat man sich einen URI kopiert, kann man diese bequem über Rechtsklick in die Adressleisten “Einfügen und Aufrufen” in einem Arbeitsschritt.

Zwar ist der Opensource-Browser Firefox einer der besten, aber auf der Softwareseite platziert sich Opera ab sofort als Erstempfehlung. Zur kompletten Surftauglichkeit im Multimediazeitalter gehört eine Installation von Flash und Java nach der Installation von Opera. Und um Webseiten zu zeigen, daß man auf sichere, standardkonforme Technologie setzt, sollte man unter Extras → Einstellungen → Erweitert → Netzwerk die Browseridentifikation auf Opera einstellen.

1 Internet Explorer kommt mit gut 17 bis 40MB daher. Böse Zungen behaupten, daß eben gerade die massenhaften Sicherheitslöcher soviel Platz brauchen.

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