Demokratie wählen
Mehr und mehr Wähler werden politikverdrossen. Sofern der Bürger überhaupt zur Wahl geht. Der Bürger selbst kann Änderung bringen, indem er sich für eine Partei entscheidet und zur Wahl geht. Wir leben in einer Demokratie, da darf man eine Meinung haben, muß aber nicht. Wer keine Meinung hat, oder der Politik an sich einen Denkzettel verpassen will, gibt einen ungültigen Wahlschein ab. Das ist besser als nicht zu wählen, oder noch viel schlimmer und vollkommen unreif aus Protest eine “kleine” Partei zu wählen. “Da geb ich meine Stimme doch lieber einen von den kleinen. Die können die besser gebrauchen. Die großen haben ja eh viele Wähler.” Blödsinn! Wo so eine Protestaktion hinführt haben wir in Sachsen gesehen. Der Bürger straft hauptsächlich sich selbst damit ab. Der Denkzettel ist zwar ankommen, jedoch die Nachwehen halten vier Jahre an. Sauberes Eigentor. Natürlich will es nachher keiner gewesen sein. Aber wieso hilft da ein ungültiger Wahlschein? Und wieso unterstützen Nichtwähler die kleinen, teilweise schlecht verträglichen Parteien? Wenn im optimischen Fall 60 von 100 Bürgern zur Wahl gehen, und von denen 4 eine radikale Partei wählen, dann sind das 4 von 60 Stimmen. Das sind dann 6,7%. Die Partei ist über der 5% Hürde und damit “drin”. Würden aber alle zur Wahl gehen und 40% einen ungültigen Schein abgeben, dann wählen insgesamt 4 von 100 diese Partei, also 4%. Die Partei schafft es also nicht in den Bundestag. (Direktmandate nicht berücksichtigt) Wer also mal ganz egoistisch ran geht, und sich selbst was gutes tun will, wählt die Partei, der er am meisten zutraut. Aber nicht einfach mal so irgendeine Partei aus Trotz. Es geht hier schließlich um die Zukunft Deutschlands. Wer jetzt immer noch nicht wählen gehen will, sollte mal auf ich-gehe-nicht-hin.de surfen.
Klar wird im Vorfeld von Wahlen kräftig die Werbetrommel gerührt, aber eine Partei übertreibt es diesmal meiner Meinung nach gewaltig mit unrealisitschen populistischen Parolen. Wie sieht es denn aus mit der, laut Schröder, “merkwürdigen Gruppierung am linken Rand”? Wie will sie ihre Robin-Hood-Versprechen einhalten, und wo soll das Geld für die Umverteilung herkommen? Warum kam es zu Austrittswellen? Und warum versperren sich gerade Ostdeutsche dem Gedanken, daß diese Partei anti-demokratische Züge hat? Dazu einige Artikel:
- “Höhenflug der Linken ist Ausdruck des Protestes“, tagesschau.de
- Die vermutete Demokratie (mp3), DRadio Kultur
- Vereinte Nein-Sager, Rheinischer Merkur
- Ein unsolidarisches Angebot, FTD
- Austritts-Welle bei der neuen Linken, Hamburger Abendblatt