DVD+/-R (W) brutzeln
Nachdem es meine k3b-Version (0.11.18) unter SuSE 8.2 Linux trotz vorhandener Pakete von cdrecord-clone-DVD und growisofs nicht geschaft hat eine DVD zu erstellen, habe ich mich manuell betätigt. Hat man sich einmal einen schönen Brennbefehl zusammengestellt, steht er für jede neue DVD wieder zur Verfügung. Ansonsten einfach mit Ctrl + R raussuchen. Man nehme DVD+RW Tools und CD-R Tools. Aus der Sammlung DVD+RW Tools brauchen wir growisofs, ein Frontend für mkisofs aus den CD-R Tools, das auch noch brennen kann. Während des Brennvorgangs wird durch mkisofs das ISO-Image praktisch On-The-Fly erstellt und von growisofs an den Brenner weitergeleitet. Bei viel Kleinvieh kann es sich auf einem langsamen System lohnen zuerst das ISO-Image mit mkisofs zu erstellen, und dieses anschließend zu brennen. Bei DVD-R(W) nicht im DAO brennen. Jetzt geht’s los:
- Ist die aktuellste Version der Programme installiert?
mkisofs --version
growisofs --version growisofs -use-the-force-luke=dao -dvd-compat -J -joliet-long -R -Z /dev/dvdrec brenn/
Brennt das Verzeichnis “brenn” mit dem Gerät “dvdrec” im DAO-Modus mit bestmöglicher Kompatibilität bei max. Geschwindigkeit auf eine DVD+R(W). Mit -J aktiviert man die Joilet-Erweiterungen, mit -R diejenigen für Rock-Ridge.- Nach Belieben kann noch ein
-speed=Xeingefügt werden. Damit kann die Brenngeschwindigkeit auf ein bestimmtes Tempo gedrosselt werden. - Anstelle eines Verzeichnisses können auch mehrer Verzeichnisse oder/und Dateien angeben werden. Dabei landen alle Dateien der Verzeichnisse, sowie die einzelen angebenen Dateien im root-Verzeichnis der DVD.
growisofs [...] -Z /dev/dvdrec verz_a/datei01 verz_b/datei02 verz_c/
Dies kann durch setzen sog. graft-points umgangen werden.
growisofs [...] -Z /dev/dvdrec -graft-points /verz_a=verz_a//verz_xy=/home/…/verz_xy - Beschneidung umgehen. Die Dateinamen werden zwar durch Joliet oder Rock-Ridge erweitert, müssen aber dennoch auch als ISO-9660 Dateinamen unterscheidbar sein. Das kann zum unschönen umbennen der Dateien durch mkisofs führen. Mit dem Schalter
-dry-runwird alles getan, außer gebrannt. So kann man testen, ob es zu verhunzten Dateinamen kommt. mkisofs wird sicherlich eingreifen, wenn die Dateien nach einem Schema mit Zähler am Ende benannt sind, z.B. Urlaub-Foto-Malle-01, Urlaub-Foto-Malle-02, usw. Befindet sich der Zähler am Anfang, gibt es keine Probleme, z.B. 01-Urlaubs-Fotos-Malle, 02-Urlaubs-Fotos-Malle, usw. - Liegt bereits ein ISO-Image vor, kann dieses ganz einfach mit
growisofs -dvd-compat -Z /dev/dvdrec=my-image.iso
auf die DVD gebrutzelt werden.
DVD kopieren
- Quell-DVD einlesen mit
dd if=/dev/dvdrom of=my-image.iso - Eingelesenes Image brennen mit
growisofs -dvd-compat -Z /dev/dvdrec=my-image.iso
Soweit ich weiß, gibt es die DVD+RW Tools nur für linux.