Biometrie: Der große Laborversuch

Der Hintergrundbericht “Der große Laborversuch: Biometrische Daten in Pässen” (mp3) zeigt ausführlich die Möglichkeiten und Risiken der biometrischen Verifizierung von Personen auf. Vom Fälschen eines Fingerabdrucks bis zum Zentralregister mit biometrischen Daten.

“Das Problem ist: In dem Moment, wo ich ein Glas anfasse, wo ich eine Tür anfasse, hinterlasse ich meine Fingerabdrücke. Und dieses Merkmal ist für die Polizei von höchster Relevanz bei der Spurenzuordnung. Und es besteht die große Gefahr, wenn wir eine bundesweite Datei mit Fingerabdrücken hätten, dass dann Personen in Strafverfahren reingezogen werden und als Täter verdächtigt werden, obwohl sie gar nichts damit zu tun haben.”
Thilo Weichert, Chef des unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein

Der Author Philip Banse hat laut einem Bericht auf seiner Homepage versucht einen Irisscanner des BGS mir einer handelsüblichen Kontaktlinse zu überlisten. Es hat geklappt. Zumindest ist sein Pass mit den gekauften “Augen” verknüpft worden.

“Das hätte nicht klappen sollen.”
Sprecher des BGS

Allerdings konnte keine andere Person mit diesen Kontaktlinsen an seine Stelle treten. Banse führt dies auf die teilweise Transparenz der Kontaktlinsen zurück. So sei wohl ein “Irisabdruck” aus seinem Auge vermischt mit der Kontaktlinse aufgezeichnet worden.

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