Archive for May, 2005

Satellitenbilder

Monday, May 30th, 2005

Worldwind

NASADie NASA hat mit dem Softwarepaket Worldwind Satelliten-, Luftbilder und topographische Karten unter einen Hut gebracht. Die LandSAT-Aufnahmen werden durch SRTM-Daten zu Höhenmodellen ergänzt, so daß eine 3D-Landschaft entsteht. So ist ein virtueller Blick vom Bodensee auf die Alpen möglich. Für die USA ist dank USGS die Abdeckung mit topographischen Karten und Luftbildern gegeben. Ein absolutes Highlight sind die urban orthos (städtischen Luftbilder), deren Abdeckung sich auf die Ballungszentren beschränkt. Damit ist ein Blick von der Golden Gate Brücke möglich. Das 180MB (more…)

Simyo

Monday, May 30th, 2005

simyoe·plus bringt zusammen mit einem vierköpfigen Gründerteam einen neuen Mobilfunkprovider an den Start. Für 19c/min telefoniert man in alle inländischen Netze (Festnetz, D1, D2, e·plus, O2) im 60/1-Takt. Eine SMS kommt auf 14c. Eine Wunschrufnummer ist in dem Prepaidangebot auch schon dabei. simyo wird nur online vertrieben. Wer an einen Vertrag denkt, sollte vorher nachrechnen, ob sich das überhaupt noch lohnt. Für 10EUR im Monat könnte man im günstigsten Fall (alle Gespräche > 1min) stolze 50min in alle Netze telefonieren. Bei D1 zahlt man 15EUR/Monat für 50min, die nur in D1 und Festnetz gelten. e·plus hatte erst vor kurzem mit dem Schwarfunkertarif den günstigsten Prepaidtarif am Markt. Die aktuelle Werbung “Simyo Industries” läßt sich läßt sich als 16MB großer mpeg-clip im Pressebereich von simyos homepage runterladen.

Destroy Rock & Roll

Saturday, May 28th, 2005

destroyDer Dance-Kaller des Jahres. Der schottische Produzent Mylo hat mit seinem aktuellen Album “Destroy Rock&Roll” schon jetzt ein Stück Dancegeschichte geschrieben. Melodischer und tanzbarer geht es kaum. Sowohl auf der homepage von Mylo als auch beim BBC, wo der Künstler ein Interview gab, kann man schon mal reinhören.

Sleep with me

Saturday, May 28th, 2005

Sleep with meSpätestens seit Britneys Tächtelmächtel mit Limp Bizkit Sänger Fred Durst im Jahre 2003 sind die wahren Vorlieben der Retortensängerin und strengen Baptistin ans Licht gekommen. So soll Britney laut Durst extra ein durchsichtiges Oberteil angezogen haben, um ihn zu verführen. Um Gottes Willen!

“She’s definitely not the sweet, innocent little thing.”
Fred Durst

Aber jetzt kommts noch dicker: Spielt man ihren Song “Baby one more time” rückwärts, hört man “Sleep with me, I’m not too young“. Mit der backmasking genannten Technik verstecken Künstler geheime oder gar satanistische Botschaften in ansonsten harmlosen Texten. Mehr enttarnte Botschaften gibt es bei backmaskonline.com.

licence to steal

Monday, May 23rd, 2005

Mit entsprechendem Attest geht alles. Eine attestierte Kleptomanin aus Italien wollte nach entdecktem Diebstahl mit einem entspechendem Attest ungeschoren davon kommen. Bisher gab’s nur die Licence to Kill mit dem gleichnamigen Song von Gladys Knight.

Offenes Scheunentor WEP

Sunday, May 22nd, 2005

Das WEP-Protokoll zur Verschlüsselung von WLANs garantiert nicht länger eine Wired Equivalent Privacy. Die schwache lineare Verschlüsselung läßt sich auf aktuellen Rechnern innerhalb weniger Minuten knacken. Dies sollen Programme aus der Aircracksammlung ermöglichen. Ein zusätzlich aktivierter MAC-Filter bietet ebensowenig Schutz, da selbt bei verschlüsseltem Verkehr die MAC-Adressen im Klartext übertragen werden. So läßt sich die MAC-Adresse aushorchen und danach im Treiber des Netzwerkadapters anpassen. Als sicher gilt momentan das WPA-Verfahren. Wie bei allen nicht kackbaren Verschlüsselungsverfahren besteht die Gefahr in unsicheren Passwörtern, die einer Bruteforceattacke Erfolg versprechen.

Explosiver PC

Sunday, May 22nd, 2005

Ich hatte es schon für innovativ gehalten jegliches fliegendes oder krabbelndes Getier mit Imprägnierspray und Feuerzeug zu Leibe zu rücken, aber da hat jemand noch eins drauf gesetzt und seine ganze Wohnung in die Luft gejagt. Sicherlich hat er dabei das Insekt mitgenommen. Der gute Mann hatte bei dem Versuch ein Insekt mit Spray zu töten, ein zündfähiges Gemisch im Zimmer erzeugt. Ein Funke im PC tat den Rest. Hätte er seinen PC vorher in Öl eingelegt, wäre das nicht so leicht passiert. Für Nachbauer gibt es die Bauanleitung auf der Homepage des Erfinders.

clone a pet

Saturday, May 21st, 2005

clone a petVor einigen Jahren noch als “Zunkunfts-Action” abgetan, sind die Fiktionen aus The 6th Day fast schon Wirklichkeit geworden. Als 2002 die erste Katze geklont wurde, war es eine wissenschaftliche Sensation. Jetzt kann man sich für 32.000$ seine Katze nachbestellen. Jedoch sterben 15 bis 45% der geklonten Katzen innerhalb der ersten 30Tage. Das ganze funktioniert auch mit Maultieren.

“Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, (…) Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.”
Mose 1, 27

Vor einigen Jahren wurde das Klonen von Menschen zu jedwelchem Zweck auch immer abgelehnt. Gut so, denn dabei würde es sicher auf kurz oder lang nicht bleiben. Außerdem leiden geklonte Säuger an Fettleibigkeit. Jetzt, da es von den Südkoreanern neue Erfolgsmeldungen über Stammzellen aus geklonten Embryonen gibt, sieht die Sache ganz anders aus. Das wird dann geschönt therapeutisches Klonen genannt.

“Das geglückte Klonen von Stammzellen kranker Patienten sei ein wichtiger Schritt, schwere Erkrankungen in ferner Zukunft ohne Medikamente zu therapieren, …”
Prof. Detlev Ganten, Mitglied im Nationalen Ethikrat
Deutschland Radio, 20.05.2005

Zwar will der Kanzler keinen Kurswechsel, aber dennoch mit anderen Forschungsnationen mithalten. Also doch eine Änderung des Stammzellengesetzes. Die “Nein, vielleicht doch, ja”-Politik wie wir sie kennen.

“Zugleich sei es ihm (Kanzler Schröder) wichtig, dass die Bestimmungen im Lichte neuer Entwicklungen überprüft würden.”
SZ, 21.05.2005

Wenn man so argumentiert und bedenkt das sich ständig neue Entwicklungen ergeben, ist Deutschland mit dabei, wenn es irgendwann um das Klonen von Menschen geht. Deutschland selbst wird zur copycat.

Deja vu

Saturday, May 21st, 2005

Das Gefühl etwas schon einmal gesehen oder erlebt zu haben tritt besonders häufig bei jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren auf. Die Erklärung dafür könnte eine kurzzeitige Störung in der Matrix sein. Man geht heute jedoch von einer Extratour des Parahippocampus aus, der ohne Beteiligung des Hippocampus ein Vertrautheitsgefühl auslöst (Ärztezeitung, 04.02.2005). Der Hippocampus ist für das bewußte Erinnern von Erlebnissen verantwortlich. Der Parahippocampus bewertet nur den Reiz an sich als vertraut oder unvertraut - ohne dafür die dazugehörige Erinnerung abzurufen. Bewertet der Parahippocampus eine Situation als vertraut ohne, daß der Hippocampus dazu eine Erinnerung liefert, kommt es zum Deja vu. Wir glauben die Situation zu kennen, können diese aber nicht einordnen.

Google personalisiert

Friday, May 20th, 2005

Google wächst zum größten Tagebau im data mining heran. Hat Goolge vor einem Jahr in Kooperation mit Amazon.com die personalisierte Suchmaschine A9.com auf den Markt gebracht, ist Google jetzt mit der neuen personalisierten Portalseite und Gmail selbst heftigst am Daten sammeln. A9 verknüpft die Suchergebnisse mit dem Amazon.com Kundenkonto. Goolge versucht durch Gmail, Portalseit und was sonst noch kommen mag, ebenfalls die Kundenprofile zu verfeinern. Wer sucht was, wann, von welchem Rechner aus, schreibt/empfängt von wem emails mit welchem Inhalt? Einfach zu beantworten dank Googles Cookie, der bis 2038 gültig sein soll. Kein Problem damit, weil’s ja nur eine Maschine macht? Gut, damit wären wir dann bei der “Bill Gates Rechtfertigung“.

“The computer wrote it”
Bill Gates

Auf die Frage, ob eine email von seinem Account aus auch von ihm verfasst wurde, sagte Gates laut The Register, der Computer hätte die email geschrieben.